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Funktionsweise FUK-CIRS

Funktionsweise FUK-CIRS

Der in anderen Branchen und Ländern gebräuchliche Begriff CIRS steht für „Critical Incident Reporting System“ und bezeichnet die systematische Erfassung von kritischen Ereignissen und Beinahe-Unfällen. Dementsprechend bezeichnet FUK-CIRS die Erfassung von Beinahe-Unfällen für die Feuerwehr-Unfallkassen.

Die Erkenntnisse aus dem Zusammenhang zwischen Beinahe-Unfällen und echten Schadensereignissen hat zuerst die Luftfahrtbranche systematisch genutzt. In den USA werden seit den 70ern Beinahe-Unfälle der Luftfahrt detailliert untersucht. Dies ist einer der wesentlichen Gründe, weshalb das Flugzeug zum sichersten Transportmittel zählt.

Erst seit einigen Jahren gibt es in Deutschland Versuche, Beinahe-Unfälle im Rettungsdienst und Krankenhaus systematisch und zentral zu erfassen. Diese Ansätze zielen allerdings hauptsächlich auf die Vermeidung von Patientenschäden ab. Im Feuerwehreinsatz geht es aber insbesondere um den Schutz der Einsatzkräfte. Daher möchte die Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehr-Unfallkassen Nord, Mitte, Brandenburg und Niedersachsen einen neuen Weg zur Erfassung dieser Beinahe-Unfälle gehen. Zu diesem Zweck ist gemeinsam mit dem Institut für Management der Notfallversorgung ist das FUK-CIRS entwickelt worden.

 

Wenn man selbst den Beinahe-Unfall erlebt und erkennt, erkennt man später in einer ähnlichen Situation die Gefahr und reagiert entsprechend. Bei anderen Einsatzkräften und Feuerwehren kann eine identische Situation zu Schadensereignissen führen, da die entsprechende Selbsterfahrung fehlt. Um die Erfahrung aus Beinahe-Unfällen zu nutzen und um entsprechende Gefahrenpotentiale zu erkennen, müssen die Beinahe-Unfälle erfasst werden. Daher erweitert die Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehr-Unfallkassen Nord, Mitte, Brandenburg und Niedersachsen zukünftig ihre Präventionsmaßnahmen um die Erfassung von Beinahe-Unfällen. Zu diesem Zweck wurde das FUK-CIRS geschaffen.

Das FUK-CIRS lebt von der Aktivität und den freiwilligen Meldungen von relevanten Beinahe-Unfällen aller Angehörigen der Feuerwehr. Alle eingehenden Meldungen werden systematisch analysiert und ausgewertet. Anschließend werden Fallbeispiele erstellt oder konkrete Tipps zu den kritischen Situationen gegeben, um echte Schadensfälle zu vermeiden.